
Vor mehr als drei Jahren bat die DJW-Werbung Zartbitter um Durchsicht des Manuskripts einer Informationsbroschüre gegen sexuellen Missbrauch, die über Anzeigen finanziert werden sollte. Das vorgelegte Manuskript entsprach nicht unseren fachlichen Standards, doch fanden wir die Idee klasse. So vermittelten wir den Kontakt zu einer ehemaligen Zartbitter-Mitarbeiterin, die auf Honorarbasis eine neue Broschüre entwickelte.
Zartbitter gab die Abdruckgenehmigung von Materialien und bekam zunächst eine begrenzte Anzahl kostenloser Exemplare, die wir auf Veranstaltungen verteilten.
Sehr schnell gab es jedoch den ersten Ärger mit der Werbeagentur, denn nach Telefonkontakten mit Vertretern der DJW-Werbung waren nicht nur einzelne Personen im Glauben, sie unterstützten mit einer Anzeige die Arbeit von Zartbitter Köln. Einige glaubten z.B., dass die von Ihnen für einen von der DJW-Werbung als "Sponsoreneintrag" bezeichneten Eintrag des Firmennamens und der Anschrift geleisteten Gelder Zartbitter zu Gute kämen. Dem war nicht so.
Wir haben uns intensiv mit der DJW-Werbung bezüglich ihrer Verkaufstrategien auseinandergesetzt. Diese Verhandlungen führten jedoch zu keinem für uns zufriedenstellenden Ergebnis. Deshalb verweigerten wir jegliche weitere Kooperation mit der DJW-Werbung.
Im letzten Sommer teilte die DJW-Werbung Zartbitter mit, dass sie in Zukunft mit einer anderen Organisation eine Broschüre gegen sexuellen Missbrauch plane. Der Internet Auftritt der DJW-Werbung berichtet nun von einer Kooperation mit dem Europäische Kinderhilfe e.V.
Ende 2004 informierten uns einige Anzeigenkunden der DJW-Werbung, dass in Folge der von ihnen geschalteten Anzeige in der Broschüre "Aktiv gegen sexuellen Missbrauch" die DJW-Werbung nun mit einer Anzeigenanfrage in Kooperation mit einem anderen Verein herangetreten sei. Die Broschüre ist laut Internetauftritt der DJW-Werbung noch die alte. Uns drängt sich die Frage auf, ob es nicht auch die alten Verkaufstrategien sind.
TIPP:
Ehe Sie sich für eine Anzeige in der Broschüre „Aktiv gegen sexuellen Missbrauch“ entscheiden, empfehlen wir Ihnen, vor allem zu überprüfen, ob die Ihnen entstehenden Kosten und der durch die Anzeigeneinnahmen gemachte Umsatz im Verhältnis zu einer garantierten Auflagezahl stehen. Überprüfen Sie die Vertriebswege der Broschüre!