Zartbitter Fachinformationen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in den letzten Wochen wurden Sie sicherlich ebenso wie wir von der Medienberichterstattung über die Problematik sexueller Missbrauch überrollt. Wir möchten uns deshalb an dieser Stelle knapp halten und Sie auf unsere weiter unten stehenden Informationen verweisen. In unserer heutigen Zartbitter-FACHINFO berichten wir über folgenden Themen:

Illustration Zwangskuss  
Erfreuliche Nachrichten tun einfach gut! Deshalb wollen wir Ihnen diese Nachricht nicht verschweigen: Das Projekt der Stadt Köln „Gender fair play!“ wird 2019 weiterhin vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Im Rahmen dieses Projektes bietet Zartbitter das Projekt Mädchen und Jungen haben gleiche Rechte!“ – Weiterentwicklung von institutionellen Schutzkonzepten und Prävention sexualisierter Gewalt – an. Zudem  sind „Sina und Tim“ Baustein von „Gender fair play!“.  Im Rahmen dieses Zartbitter-Präventionsprojektes gegen sexuelle Übergriffe im Vorschulalter  wird das Puppentheaterstück „Sina und Tim spielen Doktor“ vor Kindergruppen aufgeführt. Eltern lernen das Theaterstück zuvor auf Informationsabenden kennen und kommen mit Zartbitter über kindliche Sexualität ins Gespräch. Zudem sind Informationsveranstaltungen für Fachkräfte und Studierende als auch Beratungen von Kitateams Bausteine des Präventionsprojektes.

Die Kölner Institutionen können die Angebote nutzen, auswärtige das Theaterstück buchen und Sie alle die im Rahmen der beiden Projekte entwickelten Arbeitsmaterialien nutzen. In unserem nächsten Newsletter werden wir Sie ausführlich über die Erfahrungen mit den beiden Projekten informieren. Tipp: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Kölner Kitas: Sina und Tim schnell buchen!

Auch im Namen meiner Kolleg*innen: Ihnen alles Gute!

Ursula Enders

 
Vorherige Ausgaben der Zartbitter-Fachinfos finden Sie hier >>

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Missbrauchsskandale  ohne Ende?  Anmerkungen zur Medienberichterstattung und aktuellen fachpolitischen Diskussion

Mehrere Missbrauchsskandale  haben in den letzten Wochen nicht nur die Bevölkerung, sondern auch die Politik wachgerüttelt. Zartbitter wurde mit Presseanfragen bezüglich der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der katholischen und evangelischen Kirche sowie der pornografischen Ausbeutung auf einem westfälischen Campingplatz und der opferfeindlichen Umgangsweise des Erzbistums Köln mit sexuellen Übergriffen durch Gleichaltrige in einer Kölner Kita überflutet. Wir haben mit wenigen Ausnahmen nur zu den aktuellen Fällen Stellung genommen, um ein Gegengewicht zur Berichterstattung über Missbrauch in der katholischen Kirche zu schaffen. Dies, da Zartbitter in Sorge ist, dass über eine einseitige Berichterstattung über zurückliegende Fälle sexualisierter  Gewalt in der katholischen Kirche, für heutige Opfer relevante Themen vergleichsweise wenig diskutiert, verdrängt werden.

Hierzu Interview mit Ursula Enders: https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-politikum-gespraech/audio-missbrauch-nicht-nur-bei-katholiken-100.html


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Großes Ausmaß sexualisierter Gewalt gegen Mädchen in der katholischen Kirche

Die Berichterstattung über die katholische Kirche fokussiert sich nicht selten auf die Frage des Zölibats als Ursache sexuellen Missbrauchs. Die Diskussion blendet ebenso wie die Pressekonferenz zur im letzten Jahr veröffentlichten „Missbrauchsstudie“ zur Aufarbeitung der Fälle durch katholische Priester aus, dass es in der katholischen analog  zur evangelischen Kirche häufig sexualisierte Gewalt durch hetreosexuelle Pfarrer als durch auch männliche und weibliche Laien gibt – nicht zuletzt in der Jugendverbandsarbeit und in stationären  Einrichtungen (z.B. in Kinderheimen, Kinderkrankenhäusern und auf Ferienfreizeiten).

Thomas Schlingmann von Tauwetter Berlin hebt in seinem Artikel „Schuld ist nicht das Zölibat – Die Studie über sexualisierte Gewalt in der katholischen Kirche ist ein einziges Vertuschungsmanöver“    hervor, dass die im September letzten Jahres veröffentliche MHG-Studie zu „sexuellem Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ von  34% weiblichen Betroffenen ausgeht. Dabei wurden sexualisierte Gewalt gegen Untergebene, abhängig Beschäftigte und Schutzbefohlene noch nicht berücksichtigt, denn die Studie beschränkte sich auf „minderjährige“  Betroffene.

In der Medienberichterstattung anlässlich der Studie fiel das Drittel der weiblichen Betroffenen dann nahezu gänzlich raus. Stattdessen fokussierten sich die Beiträge auf sexualisierte Gewalt von Männern gegen Jungen und auf die Behauptung, dass unterdrückte, unreife Homosexualität sei unter den Bedingungen des Zölibats ursächlich für sexualisierten Missbrauch sei.  Damit unterstützte die einseitige Berichterstattung der Mainstream-Medien die Bestrebungen schwulenfeindlicher Kräfte in der katholischen Kirche.

Für Zartbitter stellt sich die Frage, warum in der Diskussion über  sexualisierte Gewalt in der katholischen Kirche weiblichen Opfern so wenig Beachtung geschenkt wird.  Mag die Wahrnehmungsverzerrung etwa auch darin begründet sein, dass die katholische Kirche weiterhin den Deckmantel des Schweigens darüber halten möchte, dass sie aufgrund von ihr geleisteter Unterhaltszahlungen für die Priesterkinder sehr junger – sprich missbrauchter – Mütter seit jeher Mitwisserin heterosexueller Ausbeutung junger Frauen durch Priester war?

Link zu Beitrag von Thomas Schlingmann: https://www.tauwetter.de/images/phocadownload/pdf/2018/2018%20Schlingmann%20-%20Schuld%20ist%20nicht%20das%20Zoelibat.pdf

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Missbrauch auf Campingplatz – Zur Notwendigkeit von traumatherapeutisch qualifizierten Kriseninterventionsteams in Fällen der Aufdeckung von Missbrauchsskandalen

Die öffentliche Diskussion über die pornografische Ausbeutung von Kindern auf einem westfälischen  Campingplatz drehte sich bisher vorrangig  um die Täter und die Mittäterschaft bzw. das Versagen von Polizei und Jugendämtern. Bisher findet man kaum Medienberichte über die unmittelbar und mittelbar betroffenen Menschen: Welche besonderen Belastungen ergeben sich aus dem Skandal für die betroffenen Kinder und auch für ihre Eltern? Wie geht es den pädagogischen Fachkräften, die in der Vergangenheit die Hinweise der Opfer nicht verstanden bzw. verdrängt und sich somit schuldig gemacht haben? Und wie mag es den jungen Sozialarbeiter*innen in den Jugendämtern gehen, die nun sicherlich nicht nur unter blanken Nerven ihrer Vorgesetzten zu leiden haben, sondern ebenso unter dem Gedanken daran, dass aufgrund von fachlichen Fehlern ihrer Kolleg*innen Kinder über lange Zeiträume schutzlos den Tätern ausgeliefert waren?

Während bei Naturkatastrophen, Zugunglücken und Amokläufen es eine Selbstverständlichkeit ist, dass traumatherapeutisch qualifizierte  Expertenteams umgehend das Krisenmanagement übernehmen und einzelnen Betroffenen und Helfer*innen Unterstützung anbieten, gab es bisher keinen Hinweis darauf, dass eine entsprechend umfangreiche und qualifizierte Unterstützung im Fall des Missbrauchsskandals auf dem Campingplatz  von den Landesregierungen NRW und Niedersachsen initiiert und von den Landesjugendämtern umgesetzt wurde. Das im Krisenmanagement erprobtere Innenministerium  des Landes NRW entsandte umgehend Kriminalbeamte des Landeskriminalamtes, die die Einhaltung fachlicher Standards im Rahmen der Ermittlungstätigkeiten sicherstellen sollten. Im Bereich der Opferhilfe scheinen – sofern die Medienberichterstattung zutrifft – jedoch weiterhin die Jugendämter in der Fallverantwortung zu stehen, die zuvor grundlegend versagt haben.

Das Versagen der Jugendhilfe in Fällen sexualisierter Gewalt gegen Kinder hat strukturelle Ursachen, die u.a. aus einer ungenügenden Qualifizierung  pädagogischer und sozialarbeiterischer Fachkräfte im Umgang mit der Problematik im Rahmen von  Ausbildungen  resultieren (z.B. massive Defizite in der Vermittlung praxisrelevanter Handlungskompetenzen im Rahmen des Bachelorstudienganges).  Auch haben in den letzten 20 Jahren die Landesregierungen NRWs  eine finanzielle Absicherung  spezialisierter Fachberatungsstellen versäumt. Ebenso scheint es auf Landesebene keine bzw. keine ausreichende Kapazität an traumatherapeutisch qualifizierten Interventionsteams zu geben, die für alle Beteiligten Krisenintervention anbieten können – für Kinder, Eltern und nicht zuletzt Fachkräfte der Kitas, Schulen und Jugendämter. Es ist davon auszugehen, dass aufgrund des gewachsenen öffentlichen Bewusstseins in Zukunft weitere umfangreiche Fälle sexuellen Missbrauchs aufgedeckt werden. Dabei muss man der jetzigen Landesregierung wenigstens zu Gute halten, dass sie bereits vor dem Campingplatz-Skandal über den Ausbau von Präventionsangebote im Bereich des Kinderschutzes nachgedacht hat. Allein Planungen reichen jedoch nicht: Jetzt müssen Taten folgen!

WAZ-Interview mit Ursula Enders

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Sexuelle Übergriffe in katholischer Kita. Kirche kündigt betroffenen Kindern Kitaplätze.

Persönliches und fachliches Versagen war dann auch ursächlich für ein extrem betroffenenfeindliches Vorgehen des Erzbistums Köln in einem über Monate andauernden Fall sexueller Übergriffe durch Kinder in einer Kölner Kindertagesstätte. Nachdem bereits im April 2018  Fälle sexueller Übergriffe durch zwei 5-jährige Kinder gegen gleichaltrige und jüngere Mädchen und Jungen bekannt wurden, bagatellisierten die Erzieherinnen diese zunächst.  Eines der übergriffigen Kinder war das Kind einer Erzieherin.

Mehrere Eltern verlangten über mehrere Monate hinweg immer wieder pädagogische Maßnahmen, um den Schutz der betroffenen Kinder und Hilfen für die übergriffigen Kinder sicher zu stellen.  Die Erzieherinnen verbaten sich diese Forderungen vonseiten mehrerer Eltern betroffener Kinder und versuchten den Eltern durch die initiierte Beerdigung des Kindergartens  im Oktober 2018 ein „Stoppschild“ zu setzen: Sie tauschten die Blumen auf den Fensterbänken gegen Grableuchten aus, verdeckten Möbel und Spielsachen mit weißen Laken, kleideten sich komplett in Schwarz und machten den Eltern massive Vorwürfe. Mehrere Kinder erlebten diese Inszenierung als psychische Gewalt, reagierten mit massiven Ängsten – brachen z.B. weinend zusammen, erstarrten und glaubten, es sei tatsächlich jemand gestorben. Obgleich die Eltern stets um ein sachliches Gespräch bemüht waren, eskalierte der Konflikt: Im Februar 2019 erteilte das Erzbistum den Eltern der betroffenen Kinder Hausverbot und kündigte ihnen zum 30. März die Kitaplätze. Die Presseberichterstattung des Bistums entsprach in mehreren Punkten nicht den Fakten und diskreditierte die Eltern auf eine sehr üble Art und Weise.

Die lokale und überregionale Presse berichtete ausführlich. Das Jugendamt unterstützte die von Zartbitter beratenen Eltern auf eine vorbildliche Art und Weise bei der Suche nach neuen Kita-Plätzen. Dennoch ist der Fall nicht abgeschlossen. Obgleich bekannt ist, dass sich Gewaltdynamiken in Kindergruppen auch nach dem Ausscheiden von einzelnen Kindern reinszenieren, sofern sie nicht systematisch aufgearbeitet werden, belegte der Träger die freigewordenen Kita-Plätze bereits wieder mit neuen Kindern.

Presseberichte zum Kölner Kita-Skandal

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Intervention in Fällen sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche unter besonderer Berücksichtigung der Arbeitsfelder der Bezirkssozialarbeit und des Pflegekinderwesens

7-tägige Weiterbildung

Im Rahmen dieser bewährten Weiterbildung werden neben praxisrelevanten theoretischem Wissen insbesondere Handlungskompetenzen für den Umgang mit der Vermutung sexualisierter Gewalt und der Hilfen in konkreten Fällen vermittelt. Die Weiterbildung gliedert sich in drei mehrtägige Workshops mit Schwerpunktthemen und  Raum für Fallarbeit.

Da prozessorientiert gearbeitet wird, richtet sich die zeitliche Abfolge der einzelnen Themen innerhalb eines Workshops an den Fragestellungen der Teilnehmer*innen.
Die Teilnehmer*innen erhalten umfangreiche Begleitmaterialien.

Referentinnen: 

Ursula Enders

Dipl. Päd., Lehrerin, Traumatherapeutin, Director of Psychodrama, Autorin von Expertisen, Fach- und Kinderbüchern, Präventionsmaterialien

Ilka Villier 
Dipl. Heilpädagogin, Kindertherapeutin, Traumafachberaterin, Täterbehandlerin,  Supervisorin, Autorin von Präventionsmaterialien

Tagungsort:   Zartbitter Köln, Sachsenring 2-4, 50677 Köln

Termine:    29./30./31. Oktober 2019

                    6./7. Dezember 2019

                    7./8. Februar 2020

Teilnehmer*innenzahl: 12 - 15

Adressat*innen: Fachkräfte der Bezirkssozialarbeit und des Pflegekinderwesens

Persönliche schriftliche Anmeldung mit Begründung für das Interesse an der Teilnahme und Skizze der bisherigen Berufserfahrungen

Kosten:      930.- €  incl. Getränke und umfangreiche Begleitmaterialien

Zum Programm der Weiterbildung >>


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Sexuelle Übergriffe durch Kinder (Vor- und Grundschulalter): erkennen – helfen – vorbeugen

Fachtagung am 13.05.2019 für pädagogische Fachkräfte und Mitarbeiter*innen der Jugendämter und Beratungsstellen

… und dann war diese Fachtagung im Januar 2019 relativ schnell ausgebucht. Folglich bieten wir sie erneut an.
Illustration Hose runter
Der fachliche Umgang mit Formen kindlicher Sexualität und der jeweils individuellen Art von Mädchen und Jungen, sich mit dem Thema Sexualität auseinander zu setzen, bedeutet für Eltern und pädagogische Fachkräfte eine große Herausforderung. Kinder zeigen in ihrer sexuellen Entwicklung oftmals ein recht spontanes und neugieriges  Verhalten, das nicht immer die persönlichen Grenzen anderer Mädchen und Jungen achtet. Nicht selten wird dieses von anderen Kindern als sehr belastender sexueller Übergriff erlebt. Zugleich sind jedoch Spontanität und kindliche Doktorspiele für die Entwicklung einer positiven sexuellen Identität von großer Bedeutung.

Fachkräfte benötigen Handlungskompetenzen, um sexuelle Aktivitäten von Kinder im Vorschulalter wahrnehmen, bewerten und benennen zu können.  Im Falle sexueller Übergriffe müssen sie kindgerecht reagieren und abschätzen können, ob es sich um ein einmaliges grenzverletzendes Verhalten oder ein – bereits verfestigtes - sexuell übergriffiges Verhalten handelt, das ein Hinweis auf eine evtl. Kindeswohlgefährdung des sexuell übergriffigen Kindes sein kann. Auch brauchen Fachkräfte grundlegende Informationen über Konzepte der Hilfen für sexuell übergriffige und betroffene Kinder sowie für kindliche Zeug*innen, denn auch diese sind im Falle sexueller Übergriffe durch Gleichaltrige nicht selten sehr belastet.
 
Im Rahmen des Fachtages werden Fakten und Ursachen sowie Kriterien zur fachlichen Einschätzung sexueller Übergriffe durch Kinder im Alter im Vor und Grundschulalter vorgestellt. Ebenso werden Leitlinien pädagogischer Intervention, Vorgehen in Fällen der Kindeswohlgefährdung,  Mindeststandards der Hilfen für übergriffige Kinder und ihre Familien sowie Möglichkeiten der präventiven Arbeit im pädagogischen Alltag vermittelt.
 
Das Zartbitter-Präventionstheaterstück „Sina und Tim spielen Doktor“ für Kinder im Vorschulalter und Erstklässler veranschaulicht beispielhaft, wie zentrale Präventionsbotschaften auf lebensfrohe und kindgerechte Art und Weise vermittelt werden.
 
Zartbitter hat in den letzten Jahren Bausteine für institutionelle Kinderrechte-/Schutzkonzepte entwickelt. Diese orientieren sich stark an der UN-Kinderrechtskonvention und stellen die persönlichen Rechte von Mädchen und Jungen in den Mittelpunkt – zum Beispiel das Recht auf Schutz vor sexuellen Übergriffen durch gleichaltrige Kinder.
Auf der Fachtagung möchten wir Ihnen beispielhaft kindgerechte Möglichkeiten der im Rahmen von Schutzkonzepten zu leistenden partizipativen institutionellen Risikoanalyse, eines kindgerechten Beschwerdemanagements  und eines praxisnahen Verhaltenskodexes für Mitarbeiter*innen vorstellen.


Zur Ausschreibung der Fachtagung  >>

Zur Anmeldung (Bitte Dokument ausfüllen und schicken) >>


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Save the date: 8. und 9. September 2019: 

Premiere des neuen Zartbitter-Jugendtheaterstücks  gegen (sexualisierte) Peergewalt

Nun laufen die Vorbereitungen auf vollen Touren:  Im Rahmen eines Brainstormings haben  das Zartbitter-Theaterensemble, einige engagierte Eltern und das Zartbitter-Team erste Ideen für die inhaltliche Gestaltung der neuen Jugendtheaterproduktion gesammelt sowie den organisatorischen Rahmen gesteckt.

Nun wird das Theaterensemble Workshops in Schulen durchführen, um gemeinsam mit Jugendlichen an der Story und der künstlerischen Gestaltung des Theaterstücks zu feilen.  Im Mai beginnt die erste Probenphase, in der einzelne Szenen zunächst improvisiert werden. Und dann .... nach ganz viel Arbeit werden vor den Sommerferien Bühnenbild, Technik, Kostüme … in Auftrag gegeben. Diese müssen zur zweiten Probenphase im August bereitstehen. Fachlich begleitet wird der Produktionsprozess vom Zartbitter-Beratungsteam und vor allem von einigen kritischen Jugendlichen. Drücken Sie uns die Daumen, denn wenn alles klappt, dann laden wir zu Premierenveranstaltungen am 8. und 9. September ein.

Für ganz treue Stammbucher der Zartbitter-Präventionstheaterstücke wird es noch eine besondere Premiere am 1. Oktober 2019 geben. Mehr verraten wir noch nicht!

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Neue Zartbitter-Materialien

Sexuelle Übergriffe durch Kinder im Vor- und Grundschulalter
Illustriertes Zartbitter-Arbeitsblatt zur Wahrnehmung und Bewertung sexueller Übergriffe durch Kinder im Vor- und Grundschulalter Neu!

Seit mehreren Jahren basteln das Zartbitter-Team sich regelmäßig  Arbeitsblätter zur Bewertung von Grenzverletzungen durch Kinder und Jugendliche auf Fortbildungsveranstaltungen.  Im letzten Jahr stiegen die Kopierkosten  zunehmend an. Also  ließen wir die Arbeitsblätter Gewalt: ja oder nein?!  und Sexuelle Übergriffe durch Jugendliche: ja oder nein?! drucken  und boten diese versuchsweise in unserem Onlineshop an. Die Nachfrage überstieg bei Weitem unsere Erwartungen.  Deshalb entschlossen wir uns nun, ebenso das von und häufig genutzte Arbeitsblatt Sexuelle Übergriffe durch Kinder im Vor- und Grundschulalter: ja oder nein?! in unserem Onlineshop einzustellen.

Auch zu diesem Material werden wir ein ausführliches Begleitmaterial erstellen, in dem alle Abbildungen unter Berücksichtigung ihrer Relevanz für den pädagogischen Alltag diskutiert werden.  Bitte gedulden Sie sich noch etwas. In einer unseren nächsten Zartbitter-FACHINFO werden wir den Begleittext zum Download einstellen.
 
Ich bin nicht verrückt
Cartoon über sexualisierte Gewalterfahrungen eines Mädchens durch den Bruder

Als Zartbitter diesen Cartoon zur Problematik der sexualisierten Gewalt gegen Mädchen durch Brüder  Mitte der 90-iger Jahre zum ersten Mal herausbrachte war dies ein Tabubruch. Irmgard Schaffrin hatte ihn vor dem Hintergrund ihrer breiten Berufserfahrung entwickelt. Nun hat die Illustratorin Dorothee Wolters den Cartoon nochmals gezeichnet. Zwar hat sich der Zeichenstil sehr verändert, die Aussage des Cartoons ist heute noch gleichermaßen aktuell.

Herzlichen Dank an Irmgard und Dorothee! Ihr habt eine großartige Arbeit geleistet!

Wir möchten Sie nochmals auf den Erfahrungsbericht über die Beratungsarbeit  von Zartbitter hinweisen:  Wenn der Bruder die Schwester missbraucht

Ausschnitt aus Comic Ich bin nicht verrueckt mit freundlicher Unterstützung von:  Logo Deutsche Postcode-Lotterie
 

Das ist dein Problem!
Cartoon über zwei selbstbewusste junge Lesben

Dieser ebenso neu illustrierte Cartoon stößt bei jugendlichen Mädchen heute noch auf ein gleichfalls großes Interesse wie vor mehr als 20 Jahren- auch wenn Jugendliche heute offener über unterschiedliche sexuelle Orientierungen sprechen.
Ausschnitt Comic Das ist dein Problemmit freundlicher Unterstützung von:  Logo Deutsche Postcode-Lotterie
 

Alle Jungen haben Rechte!
Broschüre für Jungen ab 10 Jahre bis ...

Diese Broschüre haben wir zunächst nur in einer relativ überschaubaren Auflagenhöhe drucken lassen, da wir uns nicht so sicher waren, ob sie nachgefragt wird. Nun war sie wider Erwarten schnell vergriffen und wir hatten die Idee, den Nachdruck im kleineren Hosentaschenformat herauszubringen.

Die Druckkosten sind zwar kaum geringer, doch haben wir den Preis etwas gesengt und fairnesshalber auch den der Broschüre „Alle Mädchen haben Rechte!“.

Titelbild Broschüre Alle Jungen haben Rechte          Titelbild Broschüre Alle Maedchen haben Rechte

Hier geht es zum Zartbitter-Shop >>

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