Zartbitter Köln e.V Kontakt- und Informationsstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen

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Zart war ich, bitter war´s
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Zartbitter-Handbuch gegen Missbrauch an Mädchen und Jungen.
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Sind Kinder von berufstätigen Müttern in besonderem Maße gefährdet, missbraucht zu werden?

Es gibt keinen Zusammenhang zwischen Berufstätigkeit der Mutter und einem erhöhten Risiko von Mädchen und Jungen sexuell missbraucht zu werden.

Im Gegenteil: Töchter und Söhne aus Familien, in denen der Vater alleine für das Familieneinkommen aufkommt, sind häufig besonders gefährdet, Opfer sexueller Ausbeutung zu werden. Viele von ihnen erleben von klein auf, dass ihre Mütter nicht für ihren eigenen Lebensunterhalt sorgen und damit – zumindest finanziell – abhängig von ihren Männern sind. Oft spiegelt sich diese Abhängigkeit in den Beziehungsstrukturen innerhalb der Familie. Manche Männer beschreiben zum Beispiel gegenüber ihren Stammtischkumpanen sogar offen das aus finanziellen Abhängigkeiten resultierende Machtungleichgewicht. Sie protzen z.B. mit der Redewendung: "Alle unwichtigen Entscheidungen trifft bei uns meine Frau, alle wichtigen treffe ich." Dementsprechend lassen diese Mütter alltägliche Konflikte häufig zunächst ungeklärt stehen, um abzuwarten, was abends "Vater dazu sagt". Auch spiegelt häufig eine geschlechtsspezifische Aufgabenverteilung das Machtungleichgewicht zwischen den Geschlechtern. Viele beruflich engagierte „Weg-Männer“, die meistens weg sind, begrenzen ihren Kontakt zu den Kindern auf ihre Anwesenheit beim Frühstückstisch und Abendbrot - nicht selten dabei in die Tageszeitung bzw. Tagesschau vertieft. Vielleicht organisieren sie noch den gemeinsamen Wochenendausflug, dessen Gestaltung sich häufig am Hobby des Vaters orientiert. Weniger kümmern sich diese Männer um die Pflege der Kinder. So stehen sie z.B. weitaus seltener als ihre Frauen auf, wenn nachts ein Kind weint. Stolz präsentieren sich viele von ihnen samstags beim Einkauf auf dem Wochenmarkt oder beim sonntäglichen Spaziergang mit dem frisch gewickelten Baby auf dem Arm, um anschließend mit leicht angeekeltem Gesicht das „duftende Bündel“ wieder der Frau zu überreichen. Mehr Zeit als für ihre Kinder nehmen sich viele dieser Väter hingegen für die Autopflege und Spielereien am Computer. Sie benutzen die von der Frau gereinigte Toilette und setzen sie sich an den gedeckten Tisch. In der Regel bekommen sie das größte Stück Fleisch – auch dann, wenn die Frau ebenso gerne Fleisch isst. So lernen Mädchen und Jungen in vielen Familien, dass Männer mehr wert sein sollen als Frauen. Es wundert dementsprechend nicht, dass bei einem Missbrauch durch einen (Stief-) Vater, sich Kinder von derart wenig selbstbewussten Müttern diesen seltener anvertrauen als Töchter und Söhne von berufstätigen Müttern, die oftmals ein höheres Selbstwertgefühl haben als nicht berufstätige Mütter und aus Kindersicht notfalls auch die Familie ohne Vater ernähren können.

Vielen Töchtern nicht berufstätiger Frauen fehlt es in ganz besonderem Maße an Vorbildern eines partnerschaftlichen Umgangs zwischen den Geschlechtern und denen einer weiblichen Selbstbestimmung. Am Beispiel ihrer Mütter lernen sie schon früh, dass Frauen in allen Lebensbereichen (ökonomisch) benachteiligt und abhängig sind, deshalb (sexuelle) Übergriffe von Männern und männlichen Jugendlichen dulden, sich zurücknehmen, aushalten und schweigen müssen. Sie haben ein besonderes Risiko, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Familie missbraucht zu werden.

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