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Zartbitter-Handbuch gegen Missbrauch an Mädchen und Jungen.
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Warum hat mein Kind mir nichts gesagt?

Eltern können häufig nach der Aufdeckung eines sexuellen Missbrauchs nicht begreifen, warum sich ihre Tochter/ihr Sohn ihnen nicht anvertraut hat. Viele waren der festen Überzeugung, ihr Kind hätte absolutes Vertrauen zu ihnen und würde mit allen kleinen und großen Sorgen zu ihnen kommen. Oftmals haben sie in der Vergangenheit ihren Kindern immer wieder gesagt: „Du kannst immer zu mir kommen – ganz egal, was ist, oder was du gemacht hast.“
Sind Mütter und Väter die "letzten Personen", die von dem Missbrauch erfahren, so haben sie oftmals das Gefühl, als Eltern versagt zu haben. Auch fühlen sie sich häufig zutiefst verletzt – vor allem dann, wenn das Kind eine andere Person ins Vertrauen zog. In dieser Situation machen einige Eltern den Opfern bittere Vorwürfe und werten deren Schweigen ihnen gegenüber als schweren Vertrauensbruch.

Informationen über die Strategien der Täter helfen betroffenen Eltern, das Verhalten der Kinder richtig einzuschätzen und zu erkennen, dass das Schweigen der Opfer fast immer ein Zeichen der Bindung der Kinder zu ihren Müttern und Vätern ist. Von Seiten des Kindes ist in den allermeisten Fällen das Schweigen kein Ausdruck eines gestörten Vertrauensverhältnisses.

Es gibt verschiedene Ursachen dafür, dass Mütter und Väter oftmals die Personen sind, denen die Opfer die wenigsten Hinweise geben und die später als dem Kind weniger nahestehende Menschen von dem Missbrauch erfahren.
  • Viele Täter und Täterinnen sprechen gezielte Drohungen aus, die das Schweigen des Kindes gegenüber den Eltern sichern sollen. Wenn du das deinen Eltern sagst, dann haben die dich nicht mehr lieb ... dann bringt dein Papa mich um und dann kommt der ins Gefängnis ... dann wird deine Mama krank ... mache ich das Gleiche mit deiner kleinen Schwester ...

  • Betroffene Mädchen und Jungen spüren, wie sehr das Wissen um den sexuellen Missbrauch ihre Eltern belasten würde. Sie möchten ihnen dieses Leid nicht zufügen. Sie möchten nicht, dass ihre Mütter und Väter krank werden, traurig oder wütend sind und an sich selbst zweifeln.

  • Nicht wenige Opfer werden von Tätern und Täterinnen gezielt in Handlungen verwickelt, die strafbar sind oder von den Eltern verboten wurden. Sie schweigen, denn sie schämen sich und möchten ihren Müttern und Vätern die Enttäuschung ersparen.

  • Viele Täter und Täterinnen sorgen systematisch dafür, dass die Eltern einen guten Eindruck von ihnen haben. Die Kinder vertrauen sich ihren Müttern und Vätern nicht an, weil sie befürchten, ihre Mütter und Väter würden ihnen deshalb nicht glauben.
Das Schweigen der Opfer gegenüber ihren Eltern ist in der Regel kein Hinweis auf eine gestörte Eltern-Kind-Beziehung sondern meist ein Zeichen der Liebe der Kinder zu ihren Eltern!!!

© Zartbitter Köln: Ursula Enders 2004
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