Zartbitter Köln e.V Kontakt- und Informationsstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen

Präventionstheater

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Präventionstheater gegen Übergriffe unter Kindern und sexuelle Gewalt in den Medien »»


Ganz schön blöd!
Präventionstheater gegen sexuellen Missbrauch und gegen Gewalt in den neuen Medien für Mädchen und Jungen im Grundschulalter »»

Zart war ich, bitter war´s
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Zartbitter-Handbuch gegen Missbrauch an Mädchen und Jungen.
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Der 7. Sinn ist Eigensinn

fröhlicher Junge Leitlinien einer vorbeugenden Erziehung.

Erfahrungen aus der Beratungsarbeit mit kindlichen Opfern sexueller Gewalt belegen: Täter missbrauchen vor allem angepasste – sprich: „brave“ und unaufgeklärte Mädchen und Jungen – und seltener widerstandsfähige Kinder, die von klein auf gelernt haben, ihrer eigenen Wahrnehmung zu vertrauen, die eigenen Interessen auch gegenüber Grenzüberschreitungen durch Erwachsene zu vertreten.
Und so heißt das Motto unserer Präventionsarbeit:

Der siebte Sinn ist EigenSinn! Die eigenen Gefühle ernst nehmen, Kraft und Lebensfreude erhalten und vermitteln – das sind die Leitmotive der Zartbitter-Präventionsarbeit.

Die Voraussetzung für EigenSinn ist das Vertrauen in die eigene sinnliche Wahrnehmung. Daher muss Präventionsarbeit auch verschiedene Sinne ansprechen:
Die Mädchen und Jungen brauchen Bilder fürs Auge, Texte und Lieder für die Ohren und Theaterstücke, die kleine Zuschauerinnen und Zuschauer z.T. aktiv einbeziehen und zur Bewegung anregen.    
mutiger Junge
„Wie soll ich mit meiner Tochter/meinem Sohn über sexuellen Missbrauch sprechen ohne sie/ihn in Panik zu versetzen?“


 Eine Frage, die Eltern häufig Sorge macht. Sie wissen: Mädchen und Jungen brauchen kindgerechte Informationen über sexuelle Gewalt. Sie wissen aber auch: Angst ist ein schlechter Ratgeber. Hier können z.B. die Zartbitter-Bilderbücher eine große Hilfe sein: Sie benennen auf kindgerechte Art und Weise die Problematik der sexuellen Gewalt und helfen gleichzeitig Erwachsenen mit Mädchen und Jungen ins Gespräch zu kommen, ohne sich selbst oder die Kinder zu überfordern. Es reicht z.B., wenn Kinder im Vorschulalter die Information bekommen, dass manche Erwachsene Kinder „einfach an den Po und in die Hose packen, obwohl das für Jungen und Mädchen oft komisch oder blöd ist“. Eine weiter gehende Schilderung würde viele Kinder ängstigen. Zudem beginnen die allermeisten Täter den Missbrauch mit „leisen“ Übergriffen, die in alltägliche Kontakte eingestreut und erst nach und nach gesteigert werden.

Mädchen und Jungen, die massiv vor „bösen fremden Männern“ gewarnt werden, nach dem Motto „Geh nie mit einem Fremden mit!“, erstarren in realen Gefahrensituationen oftmals vor Schreck und können sich überhaupt nicht mehr wehren.

Außerdem sind solche Warnungen irreführend, denn die meisten Mädchen und Jungen werden durch eine bekannte Person missbraucht.    

spielende KinderZiel einer sinnvollen Präventionsarbeit ist es, das Vertrauen in die eigenen Gefühle zu stärken und das „gesunde Misstrauen“ von Mädchen und Jungen zu akzeptieren, das ihnen hilft, unangenehme von genussvollen Berührungen zu unterscheiden und sich intuitiv oder bewusst von grenzüberschreitenden Erwachsenen abzugrenzen. Kinder brauchen dafür die ausdrückliche Erlaubnis, sich wehren und über unangenehme Berührungen immer sprechen zu dürfen, auch wenn es ihnen am Anfang ein bisschen gefallen hat oder der Erwachsene gesagt hat, sie dürften das nicht weitererzählen. Mädchen und Jungen müssen außerdem wissen: Oft ist es zu schwer, sich alleine zu wehren, und jedes Kind hat das Recht, sich Hilfe zu holen.    

Überlegungen, wie ich mein Kind schützen kann, sollten nicht als „Spezialthema“ behandelt werden, sondern in den alltäglichen Umgang eingebettet sein.

Auch in alltäglichen Spielsituationen können Kinder lernen, die eigenen Gefühle ernst zu nehmen, Konflikte friedlich zu lösen, sich bei anderen Kindern und Erwachsenen Unterstützung zu holen und den Alltag kreativ und genussvoll zu gestalten. Im Alltag können Mädchen und Jungen lernen, eigensinnig die eigenen Grenzen zu vertreten und die anderer zu respektieren.

 Dabei sollten wir Mädchen vor allem in ihren Kompetenzen und ihrer Wehrhaftigkeit unterstützen und Jungen ermutigen, zu den eigenen Gefühlen zu stehen, denn auch Jungen leiden unter Schmerzen, haben öfter Angst und sind manchmal traurig. Präventionsarbeit darf Kinder und Jugendliche nicht auf ihre – mögliche – Rolle als ballspielende KinderOpfer reduzieren, sondern muss auch ihre Widerstandskraft und Lebensfreude stärken. Daher gehören das Thema (lustvolle) Sexualität, das alltägliche Miteinander von Kindern und Erwachsenen, die unterschiedlichen Lebenswelten von Mädchen und Jungen – eben ganz alltägliche Situationen von Mädchen und Jungen – ebenso in den Bereich der Prävention wie kindgerechte Informationen über sexuellen Missbrauch.

Eine so verstandene Prävention macht Mädchen und Jungen vor allem: Spaß!

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